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Beim Blackjack gibt es kaum ein Thema, das so viele Mythen hervorbringt wie das mathematische Verfolgen der Karten. Viele Spieler fragen sich im Vorfeld, wie es um die Kartenzählen Illegalität in echten Spielbanken bestellt ist. Schließlich verbindet man das Vorgehen in Filmen oft mit Hollywood-Dramen und dem Eingreifen von Sicherheitskräften. Die Realität sieht jedoch deutlich differenzierter aus, als es die Kinoleinwand vermuten lässt.

Rechtlicher Status im Casino

Streng genommen ist das reine Nachdenken und Mitrechnen der ausgespielten Karten in den meisten Jurisdiktionen keine Straftat. Es handelt sich lediglich um den Einsatz des eigenen Verstandes und eines mathematischen Systems, um die Wahrscheinlichkeiten zu berechnen. Dennoch besitzen Spielbanken als private Unternehmen das Hausrecht. Sie dürfen Gäste jederzeit ohne Angabe von Gründen des Hauses verweisen oder ihnen ein dauerhaftes Spielverbot erteilen, wenn ihnen das Verhalten eines Spielers nicht passt.

Wenn das Casino den Verdacht schöpft, dass ein Gast mathematische Methoden anwendet, greifen daher interne Maßnahmen statt staatlicher Gesetze. Die Dealer wechseln dann meist vorzeitig den Schlitten, oder die pit boss bittet den Gast freundlich, an einen anderen Tisch zu wechseln. Wer sich weigert oder auffällig verhält, muss mit dem genannten Hausverbot rechnen. Eine Verhaftung oder strafrechtliche Verfolgung droht in klassischen Casinos jedoch im Regelfall nicht, solange keine technischen Hilfsmittel eingesetzt werden.